Diskussion lanciert – der SFV redet mit La discussion est lancée et l
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Diskussion lanciert – der SFV redet mit La discussion est lancée et l
dossier Dossier «Vorgezogene und verlängerte Fahrausbildung» Diskussion lanciert – der SFV redet mit Die Diskussion zur «Vorgezogenen Fahrausbildung» (VFA; begleitetes Fahren ab 16) ist vor kurzem erneut entbrannt, nachdem der TCS die Idee in zweiter Auflage dem ASTRA unterbreitete und Fachleute, darunter auch die Fahrlehrerschaft, zu einer Tagung einlud. Der TCS befürwortet die VFA aufgrund von Resultaten, die im Ausland gewonnen wurden. In der Tat sind in einigen Ländern nach Einführung der VFA die Unfallzahlen von Neulenkern zurückgegangen. Hauptgrund dafür ist die längere Lernphase mit Begleitung. Dem stehen die überdurchschnitt- lich hohen Risiken junger Lenker gegenüber, die Thema des 14. bfu-Forums waren. Das ASTRA hat nun entschieden, die Thematik VFA innerhalb von OPERA-3 zu behandeln. Es bildet dazu eine neue Arbeitsgruppe, mit dem Ziel, den Vorschlag eines «Schweizer Modells» auszuarbeiten. In der «Arbeitsgruppe VFA» werden die Organisationen asa, bfu, SFV, TCS vertreten sein. Der SFV ist durch Jörg Schaffner, Vorstandsmitglied SFV / Präsident der Kommission PW, vertreten. n Seiten 6 und 10 Dossier «Apprentissage anticipé et prolongé de la conduite» La discussion est lancée et l’ASMC a son mot à dire La discussion autour de l’apprentissage anticipé de la conduite (conduite accompagnée dès l’âge de 16 ans) s’est récemment enflammée après que le TCS a soumis une nouvelle mouture de l’idée à l’OFROU et a invité les spécialistes – dont les moniteurs de conduite – à un symposium. Fort des résultats enregistrés à l’étranger, le TCS approuve l’apprentissage anticipé de la conduite. Depuis son introduction, le nombre d’accidents impliquant de nouveaux conducteurs a en effet diminué dans quelques pays. L’allongement de la phase d’apprentissage accom- pagné en serait la raison principale. A l’opposé le bpa invoque l’argument du risque hors norme d’accident des e jeunes conducteurs, qui a fait l’objet de son 14 Forum. L’OFROU a donc décidé d’intégrer l’apprentissage anticipé de la conduite dans le projet OPERA-3. Il a institué un groupe de travail avec pour mandat d’élaborer un «modèle suisse». L’asa, le bpa, l’ASMC et le TCS seront représentés dans ce groupe de travail. L’ASMC y délègue Jörg Schaffner, membre du comité et président de n la commission autos. Pages 12 et 14 Dossier «Formazione di guida anticipata e prolungata» Il dibattito è aperto e l’ASMC partecipa La discussione concernente la «formazione di guida anticipata» (guida accompagnata dai 16 anni), di recente si è riaccesa, dopo che il TCS ha sottoposto l’idea in una seconda edizione all’USTRA e ha invitato specialisti, di cui anche maestri conducenti ad una riunione. Il TCS approva la guida anticipata in base ai risultati avuti dall’estero. Infatti, in alcuni paesi, il numero degli incidenti è diminuito dopo l’introduzione della formazione alla guida anticipata. Il motivo principale è la fase d’apprendimento prolungata con accompagnatore. Perciò, il tema del 14° forum upi, affrontava i rischi più elevati dei giovani conducenti. L’USTRA ha deciso adesso di trattare il tema nell’ambito di Opera-3. Creerà un nuovo gruppo di lavoro, con lo scopo di elaborare la proposta di un «modello Svizzero». Nel gruppo di lavoro VFA, saranno rappresentate le organizzazioni asa, upi, ASM e TCS. L’ASMC mediante Jörg Schaffner, membro del Consiglio ASMC / presidente n della commissione automobili. Pagine 16 e 18 5 dossier Dossier «Vorgezogene und verlängerte Fahrausbildung» Begleitetes Fahren ab 16? R a v a l do G u e rr i n i Gibt es den den Lernfahrausweis in der Schweiz bald ab 16 Jahren? Wie sind die Erfahrungen im Ausland? Ein Überblick über Fakten und Meinungen. Das Bundesamt für Strassen ASTRA prüft im Rahmen des Projektes Opera-3 (Projekt zur Optimierung der ersten Phase der Fahrausbildung) verschiedene Ausbildungsmodelle, darunter auch das vom TCS vorgeschlagene Modell des begleiteten Fahrens ab 16 Jahren. So könnte das Mindestalter für den Lernfahrausweis der Kategorie B auf 16 Jahre sinken. Während Befürworter sich davon eine Erhöhung der Fahrroutine und eine Senkung der Unfallzahlen versprechen, befürchten Gegner einen unnötigen Aufwand und eine Erhöhung des Unfallrisikos. Begleitetes Fahren in Europa Das begleitete Fahren ist inzwischen in der Mehrzahl der europäischen Länder als eine Vorbereitungsform für Fahranfänger anzutreffen. Dies geht aus der kürzlich abgeschlossenen Vergleichsstudie zur Fahranfängervorbereitung in 44 Ländern hervor. Zu den 33 Ländern in Europa zählen alle 27 EU-Mitgliedsländer, drei EU-Beitrittsaspiranten (Kroatien, Island und die Türkei) und drei Nicht-EU-Länder (Schweiz, Norwegen und Russland). Unterschiedliche Modellformen Vergleicht man die Modelle des begleiteten Fahrens in Schweden, Frankreich, Österreich und Deutschland, lassen sich unterschiedliche Mischungen von begleitetem Fahren, professioneller Fahrschulausbildung, Fahrerlaubnisprüfung und Fahrerlaubniserteilung erkennen: Thema ausländische Fahrlehrer Wie in der Ausgabe 3 / 12 angekündigt, wird L-DRIVE das Thema der ausländischen Fahrlehrer in der Schweiz vertiefen. Da das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT die aktuellsten Zahlen erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe zur Verfügung stellen kann, werden wir in einer späteren Nummer auf das Thema zurückkommen. (LD) n 6 – Im «liberalen Modell» Schwedens können Fahranfänger weitgehend selbst entscheiden, wann und in welchem Umfang sie private Lern- und Übungsfahrten und professionelle Fahrstunden nutzen und miteinander kombinieren. Üblicherweise werden professionelle Fahrstunden eher gegen Ende der fahrpraktischen Vorbereitung im Vorfeld der Fahrerlaubnisprüfung genommen. – In Deutschland existiert ein «konsekutives Modell», bei dem Fahrausbildung und private Lern- und Übungsphasen sich in streng getrennten Phasen folgen. Die Phase des begleiteten Fahrens beginnt erst nach einer vollständig absolvierten Fahrschulausbildung, einer bestandenen theoretischen und praktischen Fahrerlaubnisprüfung und der Erteilung einer vollen Fahrerlaubnis. Mit der Erteilung wird der Fahranfänger zum rechtlich verantwortlichen Fahrzeugführer. Bis zum Erreichen des Alters von 18 Jahren gilt für ihn jedoch eine Begleitauflage. – In Österreich und Frankreich sind «integrative Modelle» vorzufinden, bei denen die privaten Lern- und Übungsfahrten eingebunden sind in eine übergreifende Struktur professioneller Fahrausbildung, die zu Beginn zu absolvieren ist, in pädagogische Zwischentreffen während der Begleitphase sowie in ein Abschlusstreffen an deren Ende vor der Fahrerlaubnisprüfung und der Fahrerlaubniserteilung. Meinungen pro und contra TCS – Touring Club Schweiz: Verglichen mit erfahrenen Lenkern verunglücken junge Neulenker in der Schweiz überproportional häufig. Das Unfallrisiko vermindert sich in der Schweiz nach den ersten zwanzig Monaten des Alleinfahrens um über 80 %. Dieses Unfallreduktionspotential wird mittlerweile in fast sämtlichen Nachbarländern der Schweiz durch Programme des vorgezogenen und verlängerten Fahrens mit Begleitung genutzt. «Die tiefere Alterslimite hätte den Vorteil, dass Neulenker vor der Fahrprüfung mehr Erfahrung sammeln können. Mehr Erfahrung bedeutet mehr Sicherheit», erklärt der Leiter Verkehrssicherheit beim TCS, Jean-Marc Thévenaz. Trete ein Neulenker mit 18 Jahren zur Fahrprüfung an, der in den zwei Jahren zuvor bereits Hunderte Kilometer gefahren sei, dann sei dies allemal besser als ein unerfahrener, knapp 19-jähriger Prüfling. Eco-Drive-Tipps im Film: «Eine Fahrt ins Grüne» KANTONAL-BERNISCHER AUTOFAHRLEHRER-VERBAND BILDUNGSZENTRUM Conseils Eco-Drive filmés: «Une escapade au vert» DIE AUS- UND WEITERBILDUNG FÜR ... ... Fahrlehrer/innen der Kat. B Di, 19.02.2013 Fahren auf winterlichen Strassen Do, 18.04.2013 Ausbildung der Kat. BE Do, 20.06.2013 ECO-Fahren im prakt. und theor. Unterricht Di, 23.04.2013 Neuer Wind im VKU Fr, 08.03.2013 Aktuelle Fahrzeugtechnik www.youtube.com/user/ecodrivech ... Fahrlehrer/innen der Kat. A Mi, 17.04.2013 Motorrad-Fahrtechnik (Flugplatz Interlaken) Di, 26.03.2013 Motorrad-Ausbildung nach der Praktischen Grundschulung ... Fahrlehrer/innen der Kat. C und Chauffeure CZV Fr, 04.01.2013 Sa, 05.01.2013 Fahren auf winterlichen Strassen mit schweren Motorwagen ... Moderator/innen (Aus- und Weiterbildung) Mi, 06.02.2013 Moderatorenausbildung Einführungsabend / Dauer: 10 Tage - Hauptmodul Gute Fahrt für 2013 wünscht Ihnen Eco-Drive. Eco-Drive vous souhaite bonne route en 2013. Wir danken für Ihre Unterstützung und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte. Nous vous remercions de votre soutien et nous réjouissons de continuer à collaborer. Daten für Ihre Eco-DriveWeiterbildung finden Sie unter www.eco-drive.ch. Infos pour votre perfectionnement Eco-Drive sur www.eco-drive.ch. Erweiterung der Methoden des 2. WAB-Tages (Kursdaten offen) Kursprogramm, Kursdaten, Anmeldungen und weitere Infos Internet www.kbav.ch Email [email protected] Telefon 031 335 63 63 KBAV, Wankdorffeldstrasse 102, 3000 Bern 22 Tel: 031 335 63 63 / Fax: 031 335 62 63 / www.kbav.ch / Email: [email protected] Quality Alliance Eco-Drive, Badenerstrasse 21, CH-8004 Zürich Tel. +41 43 344 89 89, [email protected] AUS- UND WEITERBILDUNG Wir bieten Aus- und Weiterbildungen für Moderatoren und Fahrlehrer aller Kategorien an. Acadevia I CH-5610 Wohlen I T +41 (0)56 200 00 40 I www.acadevia.ch Ergänzen Sie Ihre Homepage mit dem Fragebogentraining www.traffic-tool.ch und erweitern dadurch Ihr Ausbildungsangebot für die Kategorien BPT, C1/D1, C, D, CZV. Neu mit den Fragen: - BPT (Taxi) Weitere Informationen unter: www.traffic-tool.ch oder 062 822 41 90 - schriftl. CZV Prüfung Gütertransport dossier pdi Das deutsche Modell. Le modèle allemand. Il modello tedesco. bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Der Positiveffekt vermehrter Übung ist unbestritten und würde auch in der Schweiz die schlechte Unfallbilanz der Neulenkenden verbessern. Eine längere Ausbildungsphase ermöglicht das Sammeln von mehr Erfahrung in einem begleiteten und damit geschützten Rahmen. Zudem passieren während den begleiteten Fahrten praktisch keine Unfälle. Aber es gibt auch einen Negativeffekt, der zu mehr Unfällen führt: Rund 40 000 junge Fahrerinnen und Fahrer würden ein halbes Jahr früher auf die Strasse kommen, weil sie dank dem früheren Lernfahrausweis unmittelbar nach dem 18. Geburtstag den Führerschein erwerben könnten (das aktuelle Durchschnittsalter für die Fahrprüfung liegt heute bei 19,1 Jahren). SFV-Fahrlehrer skeptisch gegenüber vorgezogener Fahrausbildung Nachteile überwiegen Vorteile Der Schweizerische Fahrlehrerverband SFV geht in der Zielsetzung «mehr Verkehrssicherheit» für jugendliche Lenkerinnen und Lenker mit dem TCS einig. Dagegen lehnt die Fahrlehrerschaft die Idee der vorgezogenen Fahrausbildung (VFA) ab 16 Jahren ab. Rund drei Viertel aller Fahrlehrerinnen und -lehrer der Schweiz haben sich in einer SFV-Umfrage negativ dazu geäussert. Die Nachteile des TCS-Vorschlages überwiegen die Vorteile. Die Altersgrenze von 18 Jahren und die Möglichkeit des begleiteten Fahrens sollte nach Meinung des SFV nicht ohne zwingende Gründe geändert werden. Gegen eine Abkehr von der heute geltenden Regelung spricht die Unfallstatistik, da die VFA einen «Vorzieheffekt» der Führerprüfung von rund 6 Monaten erzeugt und damit die Expositionsdauer für die besonders gefährdete Gruppe von jugendlichen (meist männlichen) 8 Lenkern erhöht. Es stellt sich daher die Frage, ob diese Risiken sich durch die VFA kompensieren lassen. Da es sich um eine freiwillige Massnahme handelt, ist anzunehmen, dass gerade jene die VFA seriös praktizieren würden, die es «weniger nötig» haben. Zudem treten heute schon signifikant weniger Fahrschülerinnen und -schüler mit 18 zur Prüfung an – weshalb sollten sich nun bereits 16-Jährige ans Steuer setzen? Auch entwicklungspsychologische und pädagogische Gründe sprechen gegen die VFA: So könnten während der VFA gegenüber heute unreifere Anfänger mehr Kilometer mit nicht speziell ausgerüsteten Fahrzeugen (keine Doppelpedale, Zusatzspiegel usw.) und mit nicht ausgebildeten Begleitern üben. Dadurch gewinnt die Basisausbildung nicht an Qualität. Jugendliche dürfen nicht über-, der Einfluss der Fahrlehrerschaft darf nicht unterschätzt werden. n Eine bessere Sicherheitsbilanz wäre erreichbar, wenn das begleitete Üben mit Laien (z. B. Eltern) ohne Vorziehen der Fahrausbildung gefördert würde. Um die Laienbegleitenden besser zu unterstützen, sollte die Arbeit der Fahrlehrer mit dem Üben durch Laien besser koordiniert werden, beispielsweise durch die Einführung eines Lernportfolios, in dem die absolvierten Übungsfahrten ausgewiesen würden. Road Cross: Auf Ablehnung stösst die Idee bei der Strassenopfer-Stiftung Road Cross. Fachleute seien sich einig, dass mit 17 Jahren das Risikobewusstsein noch überhaupt nicht ausgebildet sei, sagte Roland Wiederkehr von Road Cross gegenüber Radio DRS. Das sei auch ein Grund für die Raserunfälle von Jugendlichen. Deshalb fordert er: «Je später man den Ausweis macht, umso besser.» ACS – Automobil Club Schweiz (Niklaus Zürcher, Direktor): Die Zweiphasenausbildung wird im Rahmen eines Qualitätssicherungssystems laufend evaluiert und optimiert. Zudem werden im Projekt Opera-3 gemäss Bundesrat «die obligatorischen Ausbildungs- und Prüfungsteile kritisch durchleuchtet, wobei auch Interaktionen zwischen der ersten und der zweiten Ausbildungsphase überprüft und allenfalls auch die heutige Zweiphasenausbildung verbessert werden soll». Im Rahmen dieser Überprüfung macht es Sinn, auch den Vorschlag der vorgezogenen Fahrausbildung gründlich zu evaluieren. Mit diesem Modell würde die Möglichkeit geschaffen, im Rahmen von Fahrten unter Aufsicht einer Begleitperson schon vor dem 18. Lebensjahr Erfahrungen zu sammeln und sich an das Autofahren als eine normale, aber anspruchsvolle Tätigkeit zu gewöhnen, die Ernsthaftigkeit und Sorgfalt verlangt. Dass vorher die richtigerweise durch einen ausgebildeten Fahrlehrer erteilte Grundausbildung zu durchlaufen ist und die erste unbegleitete Fahrt nach wie vor nicht vor dem 18. Geburtstag erfolgen soll, wird dabei nicht in Frage gestellt. ASTRA – Bundesamt für Strassen Astra-Sprecher Thomas Rohrbach bestätigt, dass in der Opera-3-Arbeitsgruppe das Mindestalter für begleitetes Fahren zur Debatte steht. Studien aus Deutschland und Frankreich, wo sich Minderjährige in Begleitung Erwachsener ans Steuer setzen dürfen, zeigten durchaus positive Effekte, sagt Rohrbach. «Die tiefere Alterslimite könnte Vorteile haben.» Die Alterslimite für unbegleitetes Fahren hingegen ist laut Rohrbach nicht in Frage gestellt. Die Vorschläge der Opera-3-Arbeitsgruppe sollen dereinst auf dem Verordnungsweg umgesetzt werden. Die Anhörung ist laut Astra-Sprecher Rohrbach für 2013 geplant. Zur Diskussion stehen weitere Anpassungen der Zweiphasenausbildung, die 2005 eingeführt wurde. Eine umfassende Evaluation des neuen Systems durch die BfU befindet sich kurz vor dem Abschluss. dossier Vereinigung für Verkehrspsychologie (Jaqueline Bächli-Biétry): Auf die Frage, ob sie aus Sicht der Verkehrspsychologen begrüssen würden, wenn knapp 18-Jährige allein mit dem Auto unterwegs wären, antwortete die Verkehrspsychologin Jaqueline Bächli-Biétry: «Sie wären nicht nur alleine unterwegs, sie wären auch nachts unterwegs, auf dem Heimweg von einer Party, das Auto voller Kollegen. Das sind alles Szenarien, die man als Lernfahrer – mit einem Elternteil oder dem Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz – nicht vorwegnehmen kann. Und da ist mir tatsäch- lich wohler, wenn ein Neulenker nicht schon mit knapp 18 Jahren allein auf der Strasse gelassen wird, sondern erst mit 19 oder 20 Jahren.» Bächli spricht sich für den Status quo aus und gibt zu bedenken: «Ist es wirklich nötig, den sowieso schon drohenden Verkehrskollaps zu fördern? Was bringt es, wenn 16-Jährige begleitet Autofahren dürfen, die sonst mit dem ÖV unterwegs sind? Die sollen lieber Velo fahren und ihre Erfahrung mit dem Individualverkehr auf diese Art machen.» (Quelle Migros Magazin) n 14. bfu-Forum: Thema Fahrausbildung Schweiz Jungmänner sorgen für Sorgen HANS - UL R I C H B Ü S C HI Die Frage, wie die Sicherheit junger Autolenker wirksam erhöht werden kann, zog sich als roter Faden sowohl durch das Gastreferat von Divera Twisk vom Niederländischen Institute for Road Safety Research (SWOV) als auch durch die anschliessende Expertenrunde. Fest steht, dass es einer ganzen Palette von Massnahmen bedarf, um das in allen OECD-Ländern feststellbare Sicherheitsdefizit der Jungfahrer zu mildern. 10 1 Entwicklung der schweren Personenschäden nach Alter, fährliche Aufgaben wie das Autofahren zu bewältigen. 2001–2011 Aus diesem Grund bewirke jede Heraufsetzung des Ein stiegsalters eine Reduktion der Unfallhäufigkeit. 2500 Die Fahrerfahrung sei eine weitere Schlüsselgrösse. Eine 2000 möglichst hohe Anzahl begleiteter Fahrstunden unter verschiedenen Fahrbedingungen vor der Zulassung 1500 Alleinfahren trage zur Unfallreduktion bei. Empfehzum lenswert sei ein Minimum von 50 Fahrstunden. Eine Er1000 höhung auf 120 Stunden könne die Anzahl der Unfälle in den zwei ersten Jahren nach dem Ausweiserwerb um 500 rund 40 Prozent senken. Das hätten die in einem Land gemachten Erfahrungen ergeben. 0 2 Alter 0–14 15–17 18–24 25–44 45–64 65+ Total 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 0–14 15–17 18–24 Wider ein Fahrschulobligatorium 25–44 45–64 wollte 65+ die vom stellVon einem Fahrschulobligatorium vertretenden bfu-Direktor Stefan Siegrist moderierte Ex- 3 Geschlecht und Gehirn Für Twisk ist auf Grund der von ihr präsentierten OECDStudie (Young drivers: the road to safety, OECD 2006; www.erso.eu) die Erhöhung des allgemeinen Verkehrssicherheitsniveaus ausschlaggebend: «Sichere» Länder hätten auch «sicherere» junge Lenker. Dass junge Frauen erheblich mehr von einem höheren Sicherheitslevel profitieren als ihre männlichen Altersgenossen, ist ebenfalls OECD-weit die Regel. Diesem geschlechtsspezifischen Umstand sollte bei der Aus- und Weiterbildung der Junglenkenden Rechnung getragen werden, lautete eine Erkenntnis der anschliessenden Diskussionsrunde. Neuere Studien zur Entwicklung des Gehirns deuten laut Twisk darauf hin, dass Jugendliche noch nicht über die physiologische Reife verfügen, um komplexe, ge- Schwere Personenschäden pro 100 000 Einwohner nach Alter und Verkehrsteilnahme, Ø 2001–2011 40% 100 35% 30% 80 25% 60 20% 15% 40 10% 20 5% 0% 0 0 100% 4 45% 120 5 bfu «Junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren sind die Sorgenkinder der bfu!» Mit dieser Feststellung eröffnete bfu-Direktorin Brigitte Buhmann die 14. Ausgabe des bfu-Forums in Bern. Fazit der Tagung: Ein Patentrezept zur raschen Bereinigung dieser Situation gibt es nicht. 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90+ Personenwagen Motorrad Fahrrad Fussgänger Mofa Verteilung der schweren Personenschäden bei Lenkern und Fussgängern nach Alter und Unfalltyp, Ø 2001–2011 10 6 100% dossier pertenrunde allerdings nichts wissen: Astra-Vizedirektor Werner Jeger verwies auf die im Rahmen von «Opera-3» vorgesehene Optimierung der praktischen Führerprüfung. Deren Bestehen erfordere eine entsprechend gute Ausbildung. Diese sollte man jedoch «ohne Zwang zum Testatheft des Fahrlehrers» absolvieren können. Der Bündner CVP-Nationalrat Martin Candinas warnte sogar vor einer «Schikane» der angehenden Fahrzeuglenkenden. 0,0 Promille ab 2014 Für Neulenkende zieht Twisk u. a. eine Promillegrenze von höchstens 0,2 in Betracht. In der Schweiz wird sie gemäss Jeger ab 2014 sogar auf 0,0 Promille gesenkt. Man hofft, dadurch das vorab bei Jungmännern feststellbare Phänomen des «Saturday-Night-Fever» besser in Griff zu kriegen: Junge Leute sind vor allem in Weekend-Nächten unterwegs. Als restriktive Massnahmen erwähnte Twisk ferner Vorschriften in Bezug auf den Drogenkonsum, Höchstgeschwindigkeiten und das Gurtentragobligatorium. Deren Einhaltung könne mittels «Greenbox» und «Smart Key» überprüft und mit einem System von Belohnung / Sanktionen (z.B. günstigere Versicherungsprämien / Strafpunkte mit Ausweisentzugsandrohung) gekoppelt werden. Twisk sprach mehrmals dem Einbezug der Eltern in die ganzheitliche Verkehrsbildung das Wort. Diese müsste, so Buhmann im Eröffnungsreferat, im Rahmen eines vom Kindergarten bis zur Führerprüfung reichenden Gesamtkonzepts vermittelt werden, eine auch von der Diskussionsrunde geteilte Auffassung. Die Potenziale moderner Fahrzeugtechnologien gelte es ebenfalls auszunützen und den Junglenkenden zugänglich zu machen. Zweiphasenausbildung beibehalten Das Unfallrisiko ist gemäss Twisk unmittelbar nach Erlangen des Führerausweises am grössten. Senken könnten es Schutzauflagen, z. B. gestaffelte Fahrerlaubnis für Anfänger, die mit zunehmender Fahrerfahrung schrittweise aufgehoben werden. Auch die Weiterausbildung der Neulenkenden muss weitergehen. Darin war man sich auf dem Podium weitestgehend einig. Es bestehe aber Nachbesserungsbedarf (vgl. S. 19). Für den Sozialpädagogen Lu Decurtins ist die Verhaltensschulung wichtig, bfu-Erziehungsberater Thomas Kramer weist den Moderatoren eine Schlüsselstellung zu: «Junge Leute abzuholen, ist eine Herkulesarbeit.» Den Moderatoren müsse Gelegenheit gegeben werden, noch mehr Erfahrungen zu sammeln, gab Jeger zu bedenken. Wichtig sei vor allem, dass der erste Kurs möglichst rasch nach der Prüfung besucht werde. n Fahrlehrer-Weiterbildung Ausbildung zum Nothilfeinstruktor 2. bis 17. März 2013 (3x Samstag & Sonntag) Wir wünschen all unseren Kunden fröhliche Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Dabei möchten wir uns für Euer Mitwirken herzlich bedanken. Ohne Euch würde es uns nicht in dieser Form geben. Informationen über den Wechsel zu Life-saver oder die Ausbildung zum Nothilfeinstruktor finden Sie unter: www.life-saver.ch 071 460 02 12 Life-saver-Ausweise direkt online drucken Hasan Kalender Weiterbildungsseminare 14 + 3 neue und attraktive FL-Weiterbildungskurse unter www.hkws.ch Anerkennung: jeweils 1 Tag Fahrlehrer Kat. B Anmeldung/Infos: www.hkws.ch 041/781 15 16 Attraktive Weiterbildung Motorradfahrlehrer: Autofahrlehrer: Kursdaten 2013 Soziusfahren/Bekleidung: 27.März und 4.Sept. Lernerfolg ohne Aha: 07.Februar Klima im Fahrzeug, Umgang mit Lernenden 27.März Gruppendynamik: 08.Februar Fahrphysik, fahren im Gelände: 22.März / 29.Mai Lastwagenfahrlehrer : Gesundheit und Sicherheit: 20.März Fahrphysik, fahren im Gelände: 22.März / 29.Mai Arbeiten und manövrieren mit Anhänger: 5.April Anrechnung 1 Tag Fahrlehrer-WB der Kategorie plus CZV und Moderator Neu: Pauschalkurse in der ganzen Deutschschweiz, fragen Sie uns. Anmeldung: [email protected] oder 078 420 75 87 IR W 50% dossier Projet apprentissage anticipé et prolongé de la conduite La conduite accompagnée dès 16 ans? R a v a l do G u e rr i n i Pourra-t-on bientôt obtenir le permis d’élève conducteur à 16 ans en Suisse? Quelles sont les expériences de l’étranger? Faits et opinions. Dans le projet Opera-3 qui vise à optimiser la 1re phase de la formation à la conduite, l’Office fédéral des routes (OFROU) étudie différents modèles de formation dont celui que propose le TCS, savoir la conduite accompagnée à partir de 16 ans. L’âge minimum pour l’obtention du permis d’élève conducteur de la catégorie B pourrait donc être abaissé à 16 ans. Alors que les adeptes attendent de ce modèle plus de routine dans la conduite et une réduction du nombre d’accidents, les adversaires craignent des frais inutiles et l’augmentation du nombre d’accidents. La conduite accompagnée en Europe Dans la majorité des pays européens, la conduite accompagnée est une forme de préparation des conducteurs débutants. Cela ressort d’une récente étude comparative sur la préparation des élèves conducteurs de 44 pays. Des 33 pays concernés en Europe, 27 sont les Etats membres de l’UE, 3 sont candidats à l’adhésion (la Croatie, l’Islande et la Turquie) et les 3 autres ne sont pas membres de l’UE (la Suisse, la Norvège et la Russie). Différents modèles La comparaison des modèles qui prévalent en Suède, en France, en Autriche et en Allemagne, montre qu’on A propos des moniteurs étrangers Comme annoncé dans l’édition 3/12, L-DRIVE entend approfondir le sujet des moniteurs de conduite étrangers en Suisse. Comme l’Office fédéral de la formation et de la technologie (OFFT) n’a pas pu nous livrer les chiffres actualisés avant la clôture de la rédaction du présent numéro, nous reviendrons ultérieurement sur la question. (LD) n 12 combine différemment la conduite accompagnée, la formation à la conduite par des professionnels, l’examen de conduite et l’octroi du permis de conduire. – Le «modèle libéral» suédois laisse aux conducteurs débutants quasiment le loisir de décider à quel moment et dans quelle mesure ils feront des heures de conduite privées ou professionnelles, et comment ils combineront les deux. Normalement les élèves conducteurs prennent des leçons d’auto-école plutôt vers la fin de leur préparation pratique, en prévision de l’examen. – L’Allemagne applique le «modèle consécutif» en vertu duquel la phase de formation à la conduite et la phase d’heures de conduite privées sont strictement séparées et se suivent. La phase de conduite accompagnée commence une fois que l’élève conducteur a terminé la phase d’auto-école, réussi l’examen théorique et pratique, et obtenu le permis de conduire. L’obtention du permis fait du conducteur novice un conducteur responsable devant la loi. Jusqu’à l’âge de 18 ans révolus, il ne peut conduire qu’accompagné. – En Autriche et en France, c’est le «modèle intégratif» qui prévaut. Les leçons privées sont intégrées dans une structure professionnelle qui prévoit pour commencer les leçons d’auto-école puis, durant la phase accompagnée, des rencontres dites pédagogiques et pour finir une dernière rencontre juste avant l’examen pratique et l’obtention du permis de conduire. Pour ou contre? TCS: Par rapport aux conducteurs expérimentés, les jeunes conducteurs novices sont beaucoup plus exposés à l’accidentalité en Suisse. Le risque d’accident diminue de plus de 80 % à l’issue des 20 premiers mois de conduite autonome. Ce potentiel de réduction du risque est très exploité dans la majorité des pays limitrophes moyennant des programmes de conduite anticipée et prolongée avec accompagnement. L’abaissement de la limite d’âge aurait pour avantage d’augmenter l’expérience des conducteurs novices avant l’examen de conduite, estime Jean-Marc Thévenaz, chef de la sécurité routière du Touring Club Suisse TCS, pour qui plus d’expérience égale plus de sécurité. Qu’un conducteur novice de 18 ans se présente à l’examen après avoir parcouru des centaines de kilomètres vaut toujours mieux qu’un candidat inexpérimenté d’à peine 19 ans. bpa: L’effet positif d’un apprentissage renforcé de la conduite est indéniable et améliorerait, en Suisse, le piètre bilan accidentologique des nouveaux conducteurs. Une phase d’apprentissage plus longue permet en effet d’acquérir plus d’expérience dans un cadre accompagné et donc protégé. Les accidents sont par ailleurs rares pendant les sorties accompagnées. Cette mesure induirait cependant un effet négatif qui va de pair avec une augmentation des accidents: quelque 40 000 jeunes conducteurs se retrouveraient sur les routes une demi-année plus tôt. Vu l’obtention anticipée du permis d’élève conducteur, ils pourraient acquérir le e permis de conduire immédiatement après leur 18 anniversaire (actuellement on passe l’examen de conduite à l’âge moyen de 19,1 ans). Le bilan en termes de sécurité routière serait meilleur si l’on encourageait la conduite accompagnée (p.ex. par les parents) sans abaisser l’âge d’obtention du permis d’élève conducteur. Il faudrait toutefois mieux coordonner le travail des moniteurs de conduite et l’apprentissage avec les accompagnateurs afin d’épauler ceux-ci, en introduisant p.ex. un livret d’apprentissage permettant de recenser les courses accompagnées. foto rgFoto dossier Les experts sont divisés, les jeunes s’en réjouissent. I giovani son felici, gli esperti la pensano diversamente. Die Jungen freut es, die Experten sind geteilter Meinung. Road Cross: Road Cross Suisse, la fondation pour les victimes de la route, est contre l’idée en cause. Les experts sont unanimes à constater qu’à 17 ans on n’est pas du tout conscient du risque, a déclaré Roland Wiederkehr de Road Cross à radio DRS. C’est une des raisons qui expliquent les accidents dus aux chauffards. Et de conclure: «Plus on passe son permis de conduire tard, mieux c’est.» Scepticisme des moniteurs ASMC au sujet de l’apprentissage anticipé de la conduite Plus de désavantages que d’avantages Comme le TCS, l’ASMC, Association Suisse des Moniteurs de Conduite, est d’avis qu’il faut tendre à «plus de sécurité routière» pour les jeunes conducteurs et conductrices. Elle rejette par contre l’idée de l’apprentissage anticipé de la conduite dès 16 ans. Près de trois quarts de l’ensemble des moniteurs et monitrices de conduite de Suisse se sont prononcés négativement lors d’un sondage effectué par l’ASMC. Les désavantages de la proposition du TCS l’emportent sur ses avantages. L’ASMC estime qu’il ne faudrait pas toucher sans motifs impérieux à la limite d’âge de 18 ans et au régime actuel de conduite accompagnée. La statistique des accidents parle contre une dérogation au régime en vigueur, car l’apprentissage anticipé de la conduite a pour effet qu’on se présente environ 6 mois plus tôt à l’examen pratique ce qui allonge d’autant la durée d’exposition aux risques d’accident du groupe particulièrement sensible des conducteurs jeunes, généralement de sexe masculin. On peut se demander si la conduite anticipée accompagnée est à même de compenser les risques d’accident. La conduite anticipée accompagnée étant facultative, il faut admettre que ceux qui voudraient la pratiquer sérieusement sont ceux qui en ont «le moins besoin». Du reste, les élèves conducteurs qui se présentent déjà à l’examen à 18 ans sont en nette diminution. Pourquoi leur faire prendre le volant à 16 ans? Des motifs inhérents à la pédagogie et à la psychologie du développement parlent aussi contre l’apprentissage anticipé de la conduite. Des conducteurs débutants immatures pourraient couvrir de plus grandes distances avec des véhicules pas spécialement équipés (absence de double commande et de rétroviseurs supplémentaires etc.) et sans accompagnateur formé. Ce n’est pas ainsi que la formation gagnera en qualité. Point n’est besoin de surestimer les jeunes conducteurs ni de sous-estimer les moniteurs et monitrices de conduite. n 13 dossier ACS: Nicolas Zürcher, directeur de l’Automobile Club de Suisse ACS, souligne que la formation en deux phases est constamment évaluée et optimisée dans le cadre d’un système d’assurance de la qualité. De plus, selon le Conseil fédéral, «la formation et les examens obligatoires font l’objet d’une analyse critique dans le projet Opera-3, qui portera également sur les interactions entre les deux phases de formation; le cas échéant la formation actuelle sera améliorée.» Il est donc judicieux d’examiner à fond, dans ce cadre, la proposition de l’apprentissage anticipé de la conduite. Ce modèle permettrait d’acquérir avant l’âge de 18 ans de l’expérience grâce aux courses effectuées sous la surveillance d’un accompagnateur et de s’habituer à la conduite d’une voiture automobile en tant qu’activité ordinaire mais complexe qui exige du sérieux et de la rigueur. Il est clair qu’il faudrait d’abord suivre la formation de base auprès d’un moniteur de conduite et qu’il n’est pas question de conduire sans accompagnement avant l’âge de 18 ans révolus. OFROU: Thomas Rohrbach, porte-parole de l’OFROU, confirme que la question de l’âge minimum autorisant la conduite accompagnée est débattue dans le groupe de travail d’Opera-3. Des études menées en Allemagne et en France, où des mineurs peuvent prendre le volant s’ils sont accompagnés par des adultes, montrent des effets positifs. «L’abaissement de l’âge limite pourrait effectivement avoir des avantages.» En revanche, la limite d’âge autorisant la conduite autonome n’est pas un sujet, déclare T. Rohrbach. Les propositions du groupe de travail d’Opera-3 seront concrétisées par voie d’ordonnance. D’après le porte-parole de l’OFROU, la procédure de consultation est planifiée pour 2013. D’autres adaptations de la formation en deux phases entrée en force en 2005 sont sur le tapis. Le bpa vient de terminer l’analyse détaillée du nouveau système (voir article page 23). SPC: A la question de savoir si en tant que psychologue de la circulation elle verrait d’un bon œil des jeunes d’à peine 18 ans circuler seuls au volant d’une voiture, Jaqueline Bächli-Biétry de la Société suisse de psychologie de la circulation (SPC) répond: «Ils ne seraient pas seulement seuls en route, mais ils seraient aussi en route la nuit au retour d’une party, la voiture remplie de collègues. Ce sont des scénarios qu’un apprenti conducteur, avec un parent ou un moniteur de conduite sur le siège du passager, ne peut pas encore anticiper. C’est pourquoi je suis plus à l’aise de savoir qu’un conducteur novice ne sera pas encore livré à lui-même dans le trafic à 18 ans à peine, mais seulement à 19 ou 20 ans.» J. Bächli-Biétry est pour le statu quo et lance l’argument: «Faut-il vraiment promouvoir le chaos de la circulation routière? A quoi sert la possibilité pour les jeunes de 16 ans de conduire accompagnés alors qu’ils recourent d’ordinaire aux transports publics? Ils ont meilleur temps de circuler à vélo et de glaner de cette façon leurs premières expériences de trafic individuel.» (Source Migros Magazine) n e 14 Forum du bpa sur la formation à la conduite en Suisse Jeunes hommes dans la «fièvre du samedi soir» HANS - UL R I C H B Ü S C HI «Les jeunes hommes de 18 à 24 ans sont la préoccupation du bpa!» C’est sur cette constatation que le 14e Forum du bpa a été ouvert à Berne par sa directrice, Brigitte Buhmann. Conclusion de la manifestation: Il n’existe pas de recette miracle pour remédier rapidement à la situation. 14 La question de savoir comment augmenter efficacement la sécurité routière des jeunes conducteurs a été le fil rouge de l’exposé de Divera Twisk, de l’Institut néerlandais de recherche en sécurité routière (SWOV), et des interventions des experts. Il faudra toute une série de mesures pour atténuer le déficit sécuritaire constaté chez les jeunes conducteurs de tous les pays de l’OCDE. Le sexe et le cerveau Pour D.Twisk, qui a présenté les résultats de l’étude Jeunes conducteurs: La voie de la sécurité, OCDE 2006, (www.erso.eu), l’augmentation du niveau général de la sécurité routière est déterminant. Les pays «sûrs» ont aussi des jeunes conducteurs «sûrs». Le fait que les jeunes femmes profitent beaucoup plus de l’amélioration de la sécurité routière que les jeunes hommes est confirmé dans tous les pays de l’OCDE. La formation de Contre l’auto-école obligatoire Lors du débat animé par Stefan Siegrist, directeur suppléant du bpa, les experts n’ont rien voulu savoir de l’auto-école obligatoire. Werner Jeger, sous-directeur de l’OFROU, s’est référé à l’optimisation de l’examen pratique de conduite prévue dans le projet «OPERA-3» et à la nécessité d’une bonne formation pour le réussir. On devrait pouvoir suivre cette formation sans qu’il soit besoin de la faire attester dans un livret délivré par le moniteur de conduite. Le conseiller national grison Martin Candinas (PDC) va jusqu’à mettre en garde contre une «chicane» pour les futurs conducteurs. 0,0 pour mille dès 2014 Selon D.Twisk, la limite d’alcoolémie pour les jeunes conducteurs devrait être de 0,2 pour mille. D’après W. Jeger, elle sera abaissée à 0,0 pour mille dès 2014 en Suisse. On espère ainsi mieux contrôler le phénomène de la «fièvre du samedi soir», surtout chez les jeunes hommes. Les nuits du week-end, les jeunes sont en route! Les normes efficaces concernent les drogues, la vitesse et la ceinture de sécurité, selon D. Twisk. Grâce aux systèmes «Greenbox» et «Smart Key» il est possible d’en contrôler l’application et de les lier à des récompenses ou des sanctions (p.ex. réduction des primes d’assurance /points retirés du permis et menace de retrait de celui-ci). D.Twisk a souvent invoqué l’intégration des parents dans la formation intégrale à la circulation routière. Dans son exposé d’ouverture B. Buhmann a relevé que cela devrait être possible dans le cadre d’une conception globale qui s’étendrait du jardin d’en- 3 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 0–14 15–17 18–24 25–44 45–64 65+ 2010 2011 dossier Dommages corporels graves pour 100 000 habitants selon l’âge et le moyen de locomotion, Ø 2001–2011 35% 30% 80 25% 60 20% 15% 40 10% 20 5% Voiture de tourisme Cyclomoteur A pied Motocycle Cycle 10 5 8 30–34 25–29 18–24 Alcool Inattention et distra fants à l’examen de conduite. Les participants au débat se5 sontRépartition ralliés àdes cette opinion. dommages corporels graves chez les conducteurs et les piétons selon l’âge et le type d’accident, Les nouvelles applications technologiques des véhicules Ø 2001–2011 doivent être utilisées et les jeunes conducteurs doivent 100% pouvoir en 10 profiter. 15 15 16 16 11 2 15–17 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90+ 5–9 0–4 0 10–14 0% 0 80% Proportion de dommage et les piétons selon l’âg 40% 100 90% 4 45% 120 18 17 5 6 5 5 6 9 10 Maintenir la formation en 11deux phases 7 70% 7 8 16 par13 d’accident est 60% D. Twisk,11l’exposition au Selon risque 17 38 51 50% 19 après l’obtention du perticulièrement importante juste 19 18 29 40% mis de conduire. On peut le réduire par le biais de res13 30% 48qui sont progressivement levées trictions de protection 20% 39 15 35 35 27 24 10% quand le11conducteur novice acquiert de l’expérience. 0% Selon le verdict unanime des participants au débat, 0–14 15–17 18–24 25–44 45–64 65+ Tous âges la formation continue des nouveaux conducteurs doit confondus être maintenue. Il y a évidemment matière à amélioraPerte de maîtrise Changement de direction Concernant un piéton tion (voir page 23). Lu Decurtins, pédagogue social, Tamponnement Traversée Autres estime que la formation sur le comportement humain est importante, et Thomas Kramer, conseiller en éducation du bpa, considère que les animateurs jouent un Rapport 2012chercher du bpa rôle clé:SINUS «Aller les jeunes gens là où ils sont, est un travail herculéen.» W. Jeger considère que les animateurs doivent encore pouvoir engranger des expériences. Suivre le plus rapidement possible le premier cours après l’examen est ce qui importe. n kapo sg base et la formation continue des jeunes conducteurs devra tenir compte de cet élément spécifique au sexe fut une des conclusions de la discussion. Selon D. Twisk toujours, de récentes études relatives au développement du cerveau indiquent que les jeunes ne disposent pas encore de la maturité physiologique nécessaire pour maîtriser des tâches aussi complexes et dangereuses que la conduite automobile. Donc, chaque augmentation de l’âge à partir duquel la conduite est autorisée se traduit par une diminution des accidents. L’expérience de la conduite est un autre élément clé. La conduite accompagnée avant le permis, qui permet de rencontrer nombre de situations de conduite différentes, engendre une diminution du nombre d’accidents. On recommande au moins 50 heures de pratique. Les expériences acquises dans un pays ont révélé qu’en montant à 120 heures il était possible de réduire les accidents de près de 40 pour cent dans les deux ans suivant l’obtention du permis. 2002 Fotobpa 0 2001 6 100% 90% 80% Répartition des dommag jour de la semaine/les co 5 6 6 6 19 16 21 15 70% 60% 30% 2 14 50% 40% 2 1 72 70 50 20% 4 10% 0% 0–6 7–14 15–17 18– De jour, du lundi au vendr De nuit, du lundi au vendr Le La fièvre du samedi soir peut s’éteindre tragiquement. La febbre del sabato sera può finire così tragicamente. So tragisch kann das «Saturday Night Fever» enden. 15 dossier Progetto formazione di guida anticipata e prolungata. Guida accompagnata dai 16 anni? R a v a l do G u e rr i n i In Svizzera si potrà ottenere presto la licenza di allievo conducenti da 16 anni? Come sono le esperienze fatte all’estero? Una sintesi dei fatti e opinioni. L’ufficio federale delle strade USTRA, esamina nell’ambito del progetto Opera-3 (progetto per l’ottimizzazione della prima fase di formazione di guida), i diversi modelli di formazione, di cui anche il modello proposto dal TCS concernente la guida accompagnata da 16 anni. Così l’età minima per ottenere la licenza di allievo conducente della cat. B, potrebbe scendere a 16 anni. Mentre i sostenitori si aspettano un aumento della pratica di guida e l’abbassamento degli incidenti, gli oppositori temono un aumento degli incidenti e sforzi inutili. Guida accompagnata in Europa La guida accompagnata si trova nella maggior parte dei paesi europei come preparazione degli allievi conducenti. Questo risulta dallo studio comparativo relativo alla preparazione di allievi conducenti in 44 paesi. Fanno parte dei 33 paesi in Europa, tutti i 27 stati membri dell’UE, tre aspiranti UE (Croazia, Islanda e Turchia) e tre paesi non UE (Svizzera, Norvegia, Russia). Forme di modelli diverse Se si confrontano i modelli della guida accompagnata in Svezia, Francia, Austria e Germania, si riconoscono composizioni diverse di guida accompagnata, formazione di guida professionale, esame di guida e licenza di guida: Tema maestri conducenti stranieri Come accennato nell’edizione 3/12, L-DRIVE approfondirà il tema riguardante i maestri conducenti stranieri in Svizzera. Poiché l’Ufficio federale per la formazione professionale e tecnologia UFFT avrà a disposizione i dati attuali soltanto dopo la chiusura di questa edizione, ritorneremo più tardi su quest’argomento. (LD) n 16 – Nel «modello liberale» in Svezia, i principianti possono decidere in gran parte da soli, come e quando vogliono usufruire delle ore private di guida e ore di guida professionali e combinarle. Normalmente si prendono delle lezioni di guida professionali verso la fine della preparazione pratica, in previsione all’esame di guida. – In Germania esiste un «modello consecutivo», in cui si susseguono la formazione di guida e le ore di guida private in fasi strettamente separate. La fase della guida accompagnata, inizia soltanto dopo la conclusione della formazione di guida, un esame di teoria e di pratica superato e dopo il rilascio del permesso di guida. Con il rilascio, il principiante diventa una conducente legalmente responsabile. Fino al raggiungimento dei 18 anni, per lui ci sono delle condizioni. – In Austria e in Francia ci sono dei «modelli integrativi» in cui sono collegate le ore di guida private con una struttura di formazione professionale, la quale è da fare all’inizio, a metà, durante la fase d’accompagnamento e alla fine prima dell’esame di guida e il rilascio della licenza di guida. Opinioni pro e contro TCS – Touring Club Svizzera: In Svizzera, i giovani neopatentati si infortunano in maniera sproporzionata rispetto a conducenti esperti. In Svizzera, il rischio d’incidente diminuisce dell’80 % dopo i primi 20 mesi di guida autonoma. Questo potenziale di riduzione degli incidenti viene utilizzato nel frattempo in quasi tutti i paesi confinanti con la Svizzera mediante programmi della guida anticipata e prolungata con accompagnatore. «Il limite più basso dell’età, avrebbe il vantaggio di fare più pratica prima dell’esame di guida. Maggior esperienza significa maggior sicurezza», spiega il responsabile della sicurezza della circolazione stradale presso il TCS, Jean-Marc Thévenaz. Se un neoconducente, che ha già guidato centinaia di chilometri, sosterebbe l’esame di guida a 18 anni, sarebbe sempre meglio di un esaminando inesperto a 19 anni. Upi – ufficio prevenzione infortuni: L’effetto positivo della maggior pratica è indiscusso e migliorerebbe anche il cattivo bilancio degli incidenti in Svizzera. Una fase di formazione prolungata, dà la possibilità di acquisire delle esperienze in ambito accompagnato e perciò protetto. Inoltre non avviene praticamente nessun incidente durante le corse accompagnate. dossier Però c’è anche un effetto negativo che provoca più incidenti: ca. 40 000 giovani conducenti potrebbero accedere alla strada 6 mesi prima, poiché possono, grazie alla licenza di allievo conducente anticipata, acquisire la licenza di condurre subito dopo il 18° compleanno (l’attuale età media per l’esame di guida, oggi è di 19,1 anni). Un miglior bilancio della sicurezza sarebbe da raggiungere se la guida accompagnata con profani (p.es. genitori) sarebbe promossa senza anticipare la formazione di guida. Per sostenere meglio gli accompagnatori profani, il lavoro dei maestri conducenti dovrebbe essere coordinato meglio con l’esercitazione con profani, p.es. con l’introduzione di un portfolio d’apprendimento, con il quale possono essere attestate le corse di esercitazione. Road Cross: La fondazione delle vittime della strada Road Cross disapprova questa idea. Gli esperti concordano sul fatto che a 17 anni la consapevolezza del rischio non è ancora sviluppata, dice Roland Roland Wiederkehr di Road Cross alla Radio DRS. Questo è anche il motivo degli incidenti dei pirati della strada giovani. Egli esige pertanto: «più tardi si fa la patente, meglio è.» ACS – Automobil Club Svizzera (Niklaus Zürcher, direttore): La formazione in due fasi è parte di un sistema di garanzia della qualità e viene continuamente valutata e ot- timizzata. Inoltre, secondo il Consiglio federale, le parti obbligatorie della formazione e degli esami, vengono esaminate in modo critico, nel progetto di Opera-3, in cui si controllano anche le interazione tra la prima e la seconda fase di formazione e se è il caso, va migliorata anche la seconda fase di formazione. Come parte di questo controllo, è sensato valutare accuratamente anche la proposta della formazione di guida anticipata. Con questo modello si creerebbe la possibilità di acquisire esperienze mediante corse sotto sorveglianza di un accompagnatore già prima dei 18 anni, e abituarsi alla guida come un›attività normale ma impegnativa, che esige serietà e coscienziosità. Che prima bisogna frequentare giustamente la formazione di base mediante un maestro conducente diplomato e che la prima corsa non accompagnata avviene non prima del 18° compleanno, non si mette in dubbio. USTRA – Ufficio federale delle strade Il corrispondente dell’USTRA, Thomas Rohrbach, conferma che nel gruppo di lavoro di Opera-3 è in discussione l’età minima per la guida accompagnata. Studi dalla Germania e Francia, dove minorenni possono guidare in accompagnamento di adulti, hanno degli effetti positivi, dice Rohrbach. «Il limite d’età più basso, potrebbe avere dei vantaggi.» Il limite d’età per la guida non accompagnata è indiscusso, secondo Rohrbach. Le proposte del gruppo di lavoro Opera-3, devono essere realizza- I maestri conducenti dell’ASMC sono scettici nei confronti della formazione anticipata Gli svantaggi superano i vantaggi L’Associazione svizzera dei maestri conducenti ASMC, si concorda con il TCS nell’obiettivo «maggior sicurezza nella circolazione stradale» per gioviani conducenti. Respinge tuttavia l’idea della formazione di guida anticipata (VFA) dai 16 anni. Ca. tre quarti di tutte le maestre, di tutti i maestri della Svizzera hanno risposto negativamente in merito ad un sondaggio dell’ASMC. Gli svantaggi della proposta del TCS superano i vantaggi. Il limite di età di 18 anni e la possibilità di una guida accompagnata, secondo ASMC non dovrebbe essere cambiato senza motivi impellenti. La statistica degli incidenti parla contro una deroga alle norme in vigore oggi, poiché la formazione di guida anticipata causa un «effetto dimostrativo» di quasi 6 mesi, aumentando il periodo di esposizione per il gruppo di giovani conducenti ad alto rischio (soprattutto maschi). Ci si pone quindi la domanda, se questi rischi si possono compensare con la formazione di guida anticipata. Poiché è una misura volontaria, è probabile che pratichino seriamente la formazione di guida anticipata soprattutto quelli che non necessariamente l’hanno bisogno. Inoltre, oggi già molto meno allievi conducenti sostengono l’esame di guida a 18 anni – perché allora far sedere già i sedicenni al volante? Anche motivi della psicologia dello sviluppo e pedagogia parlano contro la formazione di guida anticipata: Durante la formazione di guida anticipata a confronto di oggi, i principianti immaturi potrebbero percorrere più chilometri con un veicolo non appositamente equipaggiato (nessun pedale doppio, specchietto supplementare etc.) e con accompagnatori non formati. In tal modo, la formazione di base non acquista qualità. I giovani non possono essere sopravalutati, l’influenza dei maestri conducenti non può essere sottovalutata. n 17 dossier te mediante una normativa. Secondo il corrispondente dell’USTRA Rohrbach, l’udienza è prevista per il 2013. In discussione sono ulteriori adeguamenti della formazione in due fasi, la quale è stata introdotta nel 2005. Una valutazione complessiva del nuovo sistema da parte dell’upi è in fase di completamento. Unione della psicologia del traffico (Jaqueline Bächli-Biétry): Alla domanda, se approverebbe dal punto di vista dei psicologi del traffico, che gli appena diciottenni sarebbero in giro da soli con la macchina, la psicologa del traffico Jaqueline Bächli-Biétry, ha risposto: «Non sarebbero in giro soltanto da soli, sarebbero in giro anche di notte, sul ritorno a casa dopo una festa, la macchina piena di colleghi. Questi sono tutti scenari che come allievo conducente – con un genitore o un maestro conducente sul sedile del passeggero – non si possono prevedere. È perciò mi sentirei veramente meglio, se i neopatentati di appena 18 anni non fossero lasciati da soli sulla strada, ma soltanto a 19 o 20 anni.» Bächli è in favore dello status quo e sottolinea: «è veramente necessario promuovere ingorghi comunque imminenti? A cosa serve se i 16 enni possono guidare accompagnati, se invece normalmente si spostano con i trasporti pubblici? Meglio se vanno in giro in bicicletta e acquisiscono in questo modo la loro esperienza con il traffico individuale.» (fonte Migros Magazin) n 14° forum dell’upi: Tema istruzione alla guida in Svizzera Giovani uomini nella «febbre del sabato sera» «Giovani uomini nell’età tra i 18 e 24 anni è una fonte di preoccupazione per l’upi!» Brigitte Buhmann, direttrice dell’upi, ha iniziato la 14a edizione del forum upi a Berna con questa dichiarazione. Conclusione del forum: una soluzione garantita per la sistemazione veloce di questa situazione, non esiste. La questione di come si possa aumentare efficacemente la sicurezza dei giovani conducenti, si è snodata sia attraverso la relazione di Divera Twisk dell’Institute for Road Safety Research (SWOV) olandese, sia attraverso quella degli esperti. È chiaro che c’è bisogno di tutta una seria di misure, per attenuare il constatato deficit di scurezza dei giovani conducenti nei paesi OCSE. 1 Evoluzione dei danni gravi alle persone secondo l'età, 2001–2011 Età 2500 dispongono ancora della maturità fisiologica per gestire compiti così complessi come la guida di un’automobile. 2000 Per questo motivo, ogni aumento dell’età per prendere la 1500 patente comporta una riduzione degli incidenti. L’esperienza di guida sarebbe un altro elemento chiave. 1000 Un maggior numero possibile di ore di guida accompagnate in diverse condizioni di guida prima del permesso 500 di guidare da solo, aiuta a ridurre il rischio d’incidente. Sarebbe raccomandabile un minimo di 50 lezioni di gui0 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 da. Un aumento a 120 ore potrebbe diminuire del 40% 0–14 15–17 due anni 18–24 dopo otteil numero degli incidenti nei primi 25–44di condurre. 45–64 Questo 65+ risulta dalle nimento della licenza esperienze fatte in un paese europeo. 3 Danni gravi alle persone su 100 000 abitanti secondo l'età e il mezzo di locomozione, Ø 2001–2011 0–14 15–17 18–24 25–44 45–64 65+ Totale Sesso e cervello Per Twisk, in base allo studio OCSE da lei presentato (Young drivers: the road to safety, OCSE 2006; www.erso. eu) è determinante l’aumento dell’intero livello della sicurezza della circolazione stradale: «Paesi sicuri dispongono anche di giovani conducenti sicuri.» Che le giovani donne traggono maggior beneficio da un livello di sicurezza più alto che i loro coetanei maschi, è anche la regola nei paesi OCSE. Di questa circostanza relativa al sesso, bisognerebbe tenere conto durante la formazione di base e continua dei giovani conducenti. Ciò è stato constatato durante la tavola rotonda successiva. Recenti studi sullo sviluppo del cervello, hanno inoltre dimostrato che i giovani non 4 45% 120 18 2 upi HANS - UL R I C H B Ü S C HI 40% 100 35% 30% 80 25% 60 20% 15% 40 10% 20 5% 0% 0 0 5 100% 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90+ Automobile Motocicletta Bicicletta A piedi Ciclomotore Ripartizione dei danni gravi alle persone dei conducenti e pedoni secondo la fascia d'età e il tipo d'incidente, Ø 2001–2011 10 6 100% 15 15 know -how Contro un obbligo di scuola guida La tavola rotonda di esperti, diretta dal vicedirettore dell’upi Stefan Siegrist, non ne voleva sapere di un obbligo di scuola guida: il vicedirettore dell’USTRA rimanda all’ottimizzazione dell’esame di guida pratico, prevista nell’ambito di Opera-3 il cui superamento esige una formazione adeguata. Per questo bisognerebbe però poter fare «senza l’obbligo del quaderno del maestro conducente». Il consigliere nazionale grigionese Martin Candinas, ha messo in guardia da una «repressione» dei futuri conducenti. 0,0 per mille dal 2014 Twisk prende in considerazione un limite del tasso alcolemico del 0,2 per mille al massimo. In Svizzera, secondo Jeger questo sarà abbassato dal 2014 addirittura allo 0,0 per mille. Si spera di tener meglio sotto controllo il fenomeno della «febbre del sabato sera», constatato innanzitutto da giovani uomini. I giovani sono in giro soprattutto nelle notti durante il weekend. Come misure restrittive, Twisk ha accennato delle norme concernenti il consumo di droga, la velocità massima e l’obbligo di allacciare le cinture. La cui osservazione può essere controllata mediante una «Greenbox» e una «Smart Key» e collegata a un sistema di ricompensa / sanzione (p.es. riduzione dei premi assicurativi / punti si sanzione con minaccia di revoca della licenza di condurre). Twisk ha parlato più volte del coinvolgimento dei genitori nell’intera formazione alla circolazione. Questa dovrebbe essere trasmesso nell’ambito di un concetto complessivo partendo dalla scuola dell’infanzia fino arrivare all’esame di guida, dice Buhman nella sua relazione d’apertura, opinione condivisa anche dalla tavola rotonda. Il potenziale delle tecnologie avanzate dei veicoli, sarebbero anche da sfruttare e renderli disponibili ai giovani conducenti. Mantenere la formazione in due fasi Il rischio d’incidente è più alto subito dopo l’ottenimento della licenza di condurre, dice Twisk. Potrebbero portare alla riduzione delle misure protettive, p.es. permessi di guida graduali per principianti, che sarebbero tolte man mano con l’aumento dell’esperienza di guida. Anche l’aggiornamento dei neopatentati deve continuare. Il consenso alla riunione era in gran parte unanime. C’è necessità di miglioramento però (v. pag. 25). Per il pedagogo sociale Lu Decurtins, è importante l’istruzione comportamentale, il consulente educativo dell’upi Thomas Kramer, assegna ai moderatori un ruolo chiave: «raccogliere i giovani è un compito titanico». Bisogna dare delle possibilità ai moderatori per acquisire ancora più esperienza, ha fatto considerare Jeger. Sarebbe soprattutto importante che il primo corso venga frequentato il più presto possibile dopo l’esame. n Was zu beweisen war: WAB-Kurse verbessern die Sicherheit HANS - UL R I C H B Ü S C HI Was Verkehrsfachleute und Praktiker vor Ort auf Grund ihrer Erfahrung intuitiv feststellten, ist nun auch offiziell bestätigt worden: Die obligatorische Zweiphasenausbildung verbessert die Verkehrssicherheit. Dies ergab eine vom Astra bei der bfu in Auftrag gegebene Evaluation des Zwei phasenmodells. Der von der bfu publizierte Schlussbericht zeigt, dass der Rückgang der durch junge Neulenkende verursachten Unfälle mit schwer oder tödlich verletzten Menschen stärker ist als der durchschnittliche Rückgang in allen Alterskategorien. Diese Differenz beträgt mehr als zehn Prozent. Bei der Selbstgefährdung Neulenkender (z.B. Selbstunfälle) liegen die Studienergebnisse jedoch im Bereich von Zufallsschwankungen. Detailanalysen zeigten zudem auf, dass sich die positiven Resultate nicht systematisch über alle Altersgruppen und Fahrjahre manifestieren. Wegen der schwierigen Datenlage, Datenlücken und Unsicherheiten in der Abschätzung des allgemeinen Sicherheitstrends sind nach Angaben des Astra die Studienresultate zurückhaltend zu interpretieren. Hohe Anforderungen Die Ergebnisse basieren auch auf quantitativen und qualitativen Befragungen von Neulenkenden durch die bfu. Diese wurden zwecks Abklärung der Auswirkungen der WABKurse auf die Wissens-, Einstellungs- und Verhaltensebene durchgeführt. Die Resultate belegen namentlich die günstigen Auswirkungen drohender Sanktionen: Die angedrohte Annullierung des Führerausweises auf Probe beeinflusst die Neulenkenden positiv. Auch bezüglich umweltschonender Fahrweise stellte die bfu erfreuliche Effekte fest. 19