Die Schattenseiten der Kohle: Repower im

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Die Schattenseiten der Kohle: Repower im
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Schiers/Malans, 11.09.2012
Medienmitteilung und Vorschau
SPERRFRIST MITTWOCH 12. SEPTEMBER 2012, 03.00 UHR
Die Schattenseiten der Kohle Repower im Fokus der `Ndrangheta
Zur Sendung „Die Schattenseiten der Kohle (“Ombre e carbone“) im Fernsehen
der Italienischen Schweiz RSI1 von Donnerstag, 13. September 2012, 21.05
Repower läuft Gefahr, von der `Ndrangheta, dem überaus potenten kalabrischen Arm der
Mafia unterwandert zu werden. Die `Ndrangheta hat ihr Tätigkeitsgebiet in den letzten
Jahren von Kalabrien in die Wirtschaftsmetropole Mailand ausgedehnt, wo sie Politik und
Wirtschaft unterwandert. Mailand beherbergt den Hauptsitz von Repower Italia und ihrer
Tochter SEI Saline Energie Joniche. „Offiziell“ sei die `Ndrangheta gegen das
Kohlekraftwerk Saline Joniche, verkündete Rechtsanwalt Avv. Giancarlo Liberati, Präsident
des Befürworter-Komitees CO.RE.SVI.T (Comitato di responsibilità per lo sviluppo del
territorio) am 3. August 2012 bei einem öffentlich Treffen der mafiakritischen Bewegung
„Reggio non tace“ („Reggio Calabria schweigt nicht“) mit dem kalabrischen „`NdranghetaJäger“ und -Staatsanwalt Nicola Gratteri.
Verschiedene Gruppen mit wirtschaftlichen und finanziellen Eigeninteressen hoffen auf den
Bau des Kohlekraftwerks Saline Joniche. Nicht wenige von ihnen gehen aber insgeheim und
angesichts des grossen Widerstands in der Bevölkerung davon aus, dass das Werk nach
dem Bau nicht in Betrieb genommen werden kann und soll.
Als Zukunft statt Kohle nach einem Augenschein vor Ort in einem Interview mit
Telesüdostschweiz am 2. November 2011 vor der Gefahr durch die `Ndrangheta warnte,
reagierte Repower äussert scharf und sprach von Ruf- und Kreditschädigung, haltlosen
Unterstellungen, unbelegten Pauschalvermutungen und Diffamierung.
http://www.suedostschweiz.ch/multimedia/video/tso-news-vom-02112011
Das Tessiner Fernsehen hat nun das brandheisse Thema aufgegriffen, vor Ort recherchiert,
Betroffene sowie Kenner der Materie zu Wort kommen lassen und dabei Brisantes zu Tage
gefördert.
Das Tessiner Fernsehen RSI1 schreibt dazu:
„Die Bündner Energiefirma Repower investiert in Kalabrien in ein Kohlekraftwerk in einem
hochgradig von der Mafia verseuchen Gebiet. Ein Kohlekraftwerk mit einem
Investitionsvolumen von 1 Milliarde Euro (effektiv: 1.3 Mrd, Anmerkung ZsK) in einem
Gebiet das massiv von der Mafia beherrscht wird. In einer Region, wie jene von Saline
Joniche, wo alles oder beinahe alles zwischen den verschiedenen `Ndrangheta-Clans, der
potenten kalabrischen Mafia, aufgeteilt ist, wie aus Untersuchungen der kalabrischen
Staatsanwaltschaft hervorgeht. Welche Risiken geht die Bünder Energiefirma Repower in
Kalabrien ein, wenn sie gegen den Willen der lokalen Bevölkerung und der Politik auf einen
fragwürdigen Energieträger wie die Kohle setzt? Kann es ihr gelingen, dem Druck der Mafia
standzuhalten? Und weshalb stützt sich die Firma, welche zum grössten Teil dem Kanton
Graubünden gehört und in der Schweiz vor allem auf Wasserkraft setzt, in Saline Joniche
auf eine klimaschädigende Energiequelle wie die Kohle? Die Sendung von „Falò“ öffnet
einen beunruhigenden Blick auf eine Schweizer Investition, die viele Fragen aufwirft.“
(Übersetzung: Zukunft statt Kohle)
Originaltext RSI
"Ombre e carbone"
di Maria Roselli e Gaetano Agueci
13 settembre, 21.05, Falò, RSI 1
L’azienda elettrica grigionese Repower investe in Calabria in una centrale a carbone, in un
territorio ad alto inquinamento mafioso. Realizzare una centrale a carbone, un investimento
da un miliardo di euro, in un territorio ad alto inquinamento mafioso. Un territorio, quello di
Saline Joniche, dove tutto o quasi tutto, come emerge da inchieste della procura di Reggio
Calabria, è lottizzato dai clan della ‘ndrangheta, la potente mafia calabrese. Quali rischi
corre dunque l’azienda elettrica grigionese Repower che in Calabria contro la volontà degli
abitanti locali e della stessa Regione punta su una fonte energetica discutibile come il
carbone? Riuscirà a tener testa alle pressioni mafiose? E perché l’azienda, di comproprietà
del Cantone Grigioni, che in Svizzera scommette soprattutto sulla forza vitale dell’energia
idrica, a Saline Joniche in Calabria sostiene una fonte climalterante come il carbone?
L’inchiesta di “Falò” apre uno squarcio inquietante su un investimento svizzero che solleva
molte domande
Kontakt / Rückfragen
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Nic Rüdisühli, Präsident Zukunft statt Kohle,
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Markus Keller, Co-Präsident Zukunft statt Kohle, Koordinator Italien
076 316 92 37, [email protected]